Demografiestrategie "Jedes Alter zählt"

Die Bundesregierung hat heute die vom Bundesminister des Innern vorgelegte Demografiestrategie "Jedes Alter zählt" beschlossen. Die Strategie beinhaltet Vorschläge, wie Deutschland künftig die Chancen und Potenziale des demografischen Wandels nutzen kann. Die Bundesregierung legt damit Handlungsfelder fest, in denen sie die Grundlagen für Wachstum, Wohlstand und sozialen Zusammenhalt stärken und sichern will. Im Mittelpunkt stehen dabei die Lebensbereiche, in denen Menschen die Folgen des demografischen Wandels am deutlichsten spüren:

  • Familie als Gemeinschaft stärken
  • Motiviert, qualifiziert und gesund arbeiten
  • Selbstbestimmtes Leben im Alter
  • Lebensqualität in ländlichen Räumen und integrative Stadtpolitik fördern
  • Grundlagen für nachhaltiges Wachstum und Wohlstand sichern
  • Handlungsfähigkeit des Staates erhalten

Die Demografiestrategie als Download sowie weitere Informationen finden Sie unter www.bmi.bund.de und www.bmfsfj.de. (25.04.12)

Pilotprojekt "Anonymisierte Bewerbungsverfahren" ausgewertet

Die Auswertung für das Pilotprojekt "Anonymisierte Bewerbungsverfahren" der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) liegt vor. Am bundesweit ersten Pilotprojekt zu anonymisierten Bewerbungsverfahren hatten sich im Zeitraum von November 2010 bis Dezember 2011 fünf Unternehmen und drei öffentliche Arbeitgebende beteiligt. Die Leiterin der ADS, Christine Lüders, zog bei der Vorstellung des Abschlussberichtes am 17. April in Berlin ein positives Fazit. (19.04.12) mehr >>

Neue Renten-Studie | Altersarmut bekämpfen, wo sie entsteht: am Arbeitsmarkt

Die Politikwissenschaftlerin der Freien Universität Berlin Prof. Dr. Barbara Riedmüller hat gemeinsam mit Ulrike Schmalreck, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft, die Studie "Die Lebens- und Erwerbsverläufe von Frauen im mittleren Lebensalter - Wandel und rentenpolitische Implikation" vorgestellt. Untersucht werden die Lebens- und Erwerbsverläufe von Frauen der geburtenstarken Jahrgänge 1962 bis 1966, der sogenannten Babyboomerinnen in Ost- und Westdeutschland. Aufgezeigt wird, welche Faktoren eine eigenständige Alterssicherung der Frauen begünstigen und welche ihr entgegenstehen. mehr >>

Probieren – dann Studieren! Niedersachsen-Technikum ist gestartet

Das Niedersachsen-Technikum ist ein neues Konzept für die Gewinnung des weiblichen MINT-Fachkräftenachwuchses in Wissenschaft und Wirtschaft. Die naturwissenschaftlichen und technischen Studiengänge haben einen großen Bedarf an qualifizierten jungen Leuten – vor allem junge Frauen sind gefragt. Gerade die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) bieten besonders interessante Zukunftschancen. Um interessierten Schulabsolventinnen einen umfassenden Einblick in diese Bereiche zu bieten, besteht das Technikum aus einer Kombination von Praktikum und einem Schnupperstudium an einer Hochschule. Es bietet die Chance, direkt nach dem Schulabschluss Studium und Beruf für sechs Monate zu erproben. Theorie und Praxis werden gleichermaßen vermittelt – so kann ein umfassendes Verständnis für die MINT-Fächer entstehen. Das Niedersachsen-Technikum wird auf Initiative der Ministerin für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen in enger Kooperation von Hochschulen und Unternehmen ab April 2012 niedersachsenweit angeboten. Informationen auf der Website des Niedersachsen-Technikum.

dbb bundesfrauenvertretung beschließt Demografiestrategie

In einem aktuellen Strategiepapier nimmt die dbb beamtenbund und tarifunion bundesfrauenvertretung Stellung zur demografischen Entwicklung in Deutschland und präsentiert gendergerechte Lösungsvorschläge. Sie fordert die öffentlichen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber auf, der Arbeitskraft älterer, erfahrener Beschäftigter größeren Wert beizumessen. Zudem sollen junge Frauen beruflich gefordert und gefördert werden. Neben der gendergerechten Budgetierung der jeweiligen Etats, fordert die dbb bundesfrauenvertretung die Harmonisierung von Steuer-, Familien- und Unterhaltsrecht. Sie spricht sich auch für eine Reform der Alterssicherungssysteme aus. Vor allem aber müsse der Leitgedanke des Gender Mainstreaming gerade im Hinblick auf den demografischen Wandel in allen Politikfeldern deutliche Berücksichtigung finden. Ausführliche Stellungnahme auf der Website der dbb bundesfrauenvertretung. (26.03.12)

Nominierung zum Deutschen Engagementpreis 2012 hat begonnen

Schwerpunktkategorie der bundesweiten Ausschreibung ist in diesem Jahr das Engagement vor Ort. Die Würdigung soll dessen Wert und Vorbildcharakter stärker ins öffentliche Bewusstsein bringen. "Gerade der Einsatz für das unmittelbare Umfeld zeigt Ideenreichtum und sorgt für Zusammenhalt in der Gesellschaft. Um die Herausforderungen unserer Zeit, wie den demografischen Wandel, zu bewältigen, ist das freiwillige Engagement unerlässlich", erklärt die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Kristina Schröder. "Menschen, die unsere Welt im Kleinen verbessern, können für ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger Großes bewirken." Auch Dietmar Meister, Vorstandvorsitzender der Generali Deutschland Holding AG, setzt sich für mehr Engagement ein: "Angesichts des demografischen Wandels wird die aktive Gestaltung des eigenen Lebensraums immer wichtiger. Bürgerinnen und Bürger können noch bis zum 31.05.12 bestimmen, wer nominiert wird. Weitere Informationen auf dem FreiwilligenServer Niedersachsen.

Weiterbildungs-Innovations-Preis (WIP) 2012

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat im Rahmen der Bildungsmesse didacta den "Weiterbildungs-Innovations-Preis 2012" (WIP) vergeben. Mit dem Preis würdigt das BIBB Projekte und Initiativen mit innovativen Konzepten zur beruflichen und betrieblichen Weiterbildung. In diesem Jahr stand der Wettbewerb unter dem Thema "Weiterbildung für Ältere im Betrieb". Ein Sonderpreis des WIP ging an das Projekt "female PROFESSIONALS - Frauenpotenziale in Betrieben nutzen". Die Jury würdigte, dass durch den neuartigen Projektansatz die bislang noch nicht in den Blick genommenen Fach- und Führungskräftereserven der Frauen um die 50 erschlossen werden. (15.02.12) mehr >>

Europäisches Jahr für aktives Altern 2012

2012-ej_Kurztext2012 ist das Europäische Jahr für aktives Altern und der Solidarität zwischen den Generationen ausgerufen worden. Die Auftaktveranstaltung in Berlin eröffnete die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Kristina Schröder. Gemeinsam wurde über die Herausforderungen und Chancen des demografischen Wandels für Ältere und den Zusammenhalt der Gesellschaft diskutiert. (07.02.12) mehr >>

Veranstaltungsreihe | Gleichstellung von Frauen und Männern im Lebensverlauf

Zu einer Diskussion über Perspektiven und Optionen des ersten Gleichstellungsberichtes der Bundesregierung von 2011 lädt die Katholische Frauengemeinschaft Deutschland (kfd) ein. Der Blick auf den gesamten Lebensverlauf macht langfristige Folgen von Entscheidungen in einzelnen Lebensabschnitten deutlich. Das betrifft vor allem Frauen: Unterbrechungen oder Reduzierungen der Erwerbstätigkeit zugunsten der Sorgearbeit für Kinder und Pflegebedürftige haben nachteilige Auswirkungen auf die soziale Sicherung, besonders die Alterssicherung. Um "Gleichstellung im Alter – Biografieverläufe und faire Einkommenschancen für Frauen im Alter" ging es auf dem Symposium am 03./04.02.12. Weitere Termine 29./30.06.12: "Frauen in der Lebensmittel – Balance zwischen Erwerbsorientierung, Karriere und Sorgearbeit" und 29./30.11.12: "Zwischen Berufseinstieg, Karriereplanung und Familiengründung – Junge Frauen auf dem Sprung". Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe und Anmeldung auf der Website der kfd.